Ausgangssituation

In den Jahren nach der Änderung des Schulgesetztes 2005 wurde es, besonders ab 2015, immer schwieriger und später sogar fast unmöglich, Kinder entgegen dem amtsärztlichen Gutachten vom Schulbesuch für ein Jahr zurückzustellen.

Erste Aktivitäten

Nachdem wir 2016/2017 mit den damaligen schulpolitischen Sprechern aller Parteien im Landtag Gespräche geführt und parallel dazu auch Einzelpetitionen begleitet haben, wurde den Politikern vor Ort die verzweifelte Situation der Kinder und Familien bewusst.
Alle Parteien versprachen uns nach der anstehenden Landtagswahl in diesem Bereich nachzubessern. Die dann regierenden Parteien CDU und FDP haben den Punkt dann auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen.

Der Erlass

Im Oktober 2017 wurde ein Erlass, der den Schulleitungen wieder die Entscheidungsgewalt für jeden Einzelfall zurückgab, an die Schulen versandt. Die Kinder können nun wieder leichter zurückgestellt werden, sogar auch aus präventiven Gründen.
Ein erster Erfolg!

Leider wurde der Erlass in der Folgezeit von vielen Schulen nicht umgesetzt oder falsch ausgelegt. Nun folgten unsererseits erneute Gespräche mit den schulpolitischen Sprechern der Parteien. Ein Nachbessern bzw. eine bessere Kommunikation und Aufklärung der Schulen und Ämter wurde versprochen.
In den zwei folgenden Schuljahren stellte sich heraus, dass immer noch nur wenige Familien diesen teilweise sehr anstrengenden und mit vielen Kämpfen versehenen Weg gehen.

Wo stehen wir aktuell

Noch immer werden zu viele Kinder eingeschult, die noch nicht die entsprechenden Voraussetzungen im Sinne einer Schulreife in allen Bereichen haben. So kann der Start in ihre Schullaufbahn kaum gut gelingen. Seitdem setzen wir uns im Landtag und in der Öffentlichkeit weiter dafür ein, dass der Stichtag wieder auf den lange bewährten 30. Juni zurückverlegt wird.

Eine im Februar 2019 gestartete Online-Petition, die das gleiche fordert, erhielt sehr schnell viele Stimmen (insg. über 42.000) und damit auch ein großes Medieninteresse. Das bestätigte uns erneut, dass wir im Sinne vieler Menschen in NRW agieren.
In 2019 fanden weitere Gespräche im Landtag statt, zum Teil mit vereinten Kräften gemeinsam mit der Initiatorin der Petition. Diese Petition wird nun aktuell im Petitionsausschuss beraten. Dort wurden auch wir mit unseren Anliegen persönlich gehört. Auf die Empfehlung des Petitionsausschusses an den Schulausschuss warten wir derzeit und werden die kommenden Ereignisse hier veröffentlichen…

Unser Ziel bleibt die Verlegung des Stichtages auf den 30. Juni!

 

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